Trennkost für Kids


Trennkost für Kids

Annähernd jedes 4. Kind in Deutschland ist zu dick! Diäten sind für Kinder schädlich.
Trennkost bietet die gesunde Alternative

Trennkost für Kids

Annähernd jedes 4. Kind in Deutschland ist zu dick!

Diäten sind für Kinder schädlich.

Trennkost bietet die gesunde Alternative

Wussten Sie, dass sich Kinder von Natur aus nach den Regeln der Trennkost ernähren?

Falls Sie Kinder oder Enkel haben, dann beobachten Sie diese bitte einmal.

Kinder machen von Natur aus Trennkost. Es scheint fast so, als sei das Trennen der Lebensmittel ein Urbedürfnis des Menschen, das in der Kindheit noch ausgelebt, später aber von den vorherrschenden Essgewohnheiten verdrängt wird.

Kleinkinder, die noch nicht verführerischen Speisen ausgesetzt sind, mögen von Natur aus keine gemischten Speisen. Sie essen gerne solo das Stück trockene Brot oder nur die Scheibe Wurst direkt aus der Hand. Auch Kartoffeln zusammen mit Fleisch, zählen nicht zu den Lieblingsspeisen der Kinder. Essgewohnheiten werden von dem Umfeld vorgelebt und verdammen so manches Kind zu lebenslangem Übergewicht.

Warum werden Kinder dick?
Die Gründe sind allgemein bekannt: Falsche Ernährung und zu wenig Bewegung.

Viele Kinder sind in einem Teufelskreis gefangen. Die hohen Anforderungen und Erwartungshaltungen seitens Erwachsener rauben ihnen Energie. Statt sich diese verlorene Energie durch gesunde Snacks, Pausenbrot, Obst und frisch zubereitete Mahlzeiten wieder zurück zu holen, werden Burger, Süßigkeiten und Fertigkost bevorzugt. Die darin fehlenden Vitalstoffe nehmen den Jugendlichen die Fröhlichkeit, machen sie unlustig und viel zu oft aggressiv.

Junge Menschen wissen es nicht besser, man kann ihnen keinen Vorwurf daraus machen.

Zudem kommt, viele Schulkinder müssen sich selbst versorgen, weil die Eltern berufstätig sind.

Tagesprotokolle ergaben: 12 – 15 jährige kommen manchmal auf täglich 4000 Kalorien.

Auch Frust kann eine fatale Automatik entwickeln.

Wenn Kinder Stress haben, sich gekränkt fühlen oder traurig sind, dann greifen sie zu Schokolade oder Bonbons. Vielfach kann dann über Frust und Essen ein Teufelskreis entstehen. Esszwänge entstehen aber auch durch Probleme in der Schule, Scheidung der Eltern oder durch einen Todesfall.

Hilfe für dicke Kinder

Ist Ihr Kind zu dick, dann gehen Sie mit Bedacht und in kleinen Schritten vor.

  • Sehen Sie die Gewichtsabnahme nicht als oberstes Ziel, sondern besser als langfristige Essensumstellung.
  • Versuchen Sie anfänglich nur dort etwas zu ändern, wo es dem Kind am wenigsten schmerzt.
  • Beginnen Sie beispielsweise damit, statt Knabbereien immer einen Teller mit geschnittenem Obst auf den Tisch zu stellen.
  • Oder schmuggeln Sie etwas Vollkornbrot mit in den Brotkorb hinein.
  • Beim Backen eines Nusskuchens können Sie die Hälfte des Mehls mit feinem Dinkelvollkornmehl ersetzen. Dadurch bekommt der Kuchen einen noch intensiveren Nussgeschmack.
  • Lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden, anstatt streng und kategorisch „ungesunde“ Nahrungsmittel zu verbieten.
  • Sprechen Sie gemeinsam die verschiedenen Möglichkeiten durch und berücksichtigen Sie die Vorlieben Ihres Kindes.
  • Kochen und essen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, das entwickelt ein gesundes Essverhalten. Durch einen regelmäßigen Mahlzeitenrhythmus im Tagesablauf kann unkontrolliertes ‚Zwischendurchessen‘ vermieden werden.
  • Halten Sie die Mahlzeiten frei von Glutamat und geschmacksverstärkenden Aromen. Essen vom Fließband, gefertigt von der Industrie, manipulieren die Geschmacksnerven. Obwohl Ihr Kind satt ist, empfindet es kein richtiges Sättigungsgefühl. Es bleibt immer auf der Suche nach dem Kick im Essen und Naschen ist vorprogrammiert.
  • Auch Light-Getränke, gesüßt mit Süßstoffe, zählen zu den geschmacksverstärkenden Aromen. Diese Aromen reizen die Speicheldrüsen vermehrt Speichel zu entwickeln. Und immer wenn Speichel fließt wird dem Gehirn „HUNGER“ signalisiert.

Ähnlich, wie in der Schweinezucht, wird Ihr Kind zum Futtersucher erzogen.

Fakt ist:

Wenn Ihr Kind aus gesundheitlichen Gründen abnehmen muss, dann sollten Sie darauf achten, dass das was Ihr Kind isst, den Blutzuckerspiegel nicht unnötig erhöht.

Zu viel leere Kohlenhydrate (Süßigkeiten aller Art, Kuchen und Gebäck aus Weißmehl, süße Limonaden usw.) erhöhen den Blutzucker. Im Gegenzug muss die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin ausschütten. Und das hat Folgen

Immer mehr Kinder entwickeln einen Altersdiabetes

Aus vielen dieser dicken Kinder werden einmal dicke Erwachsene. Neben dem Trauma Übergewicht tragen sie ein noch schwerwiegenderes Risiko in sich, nämlich früh an verschiedenen Wohlstandkrankheiten wie Diabetes, Gicht oder Herz – Kreislauf zu erkranken.

Deshalb gilt es überflüssige Pfunde frühzeitig zu bekämpfen. Das A und O sind Bewegung und die richtige Ernährung.

Zum Glück lässt sich die entgleiste Stoffwechsellage bei Diabetes-Typ-2 durch eine Gewichtsabnahme meist wieder normalisieren. Um erhöhte Blutfettwerte, erhöhten Blutdruck oder Organschäden („metabolisches Syndrom“) zu vermeiden, sollten erkrankte Kinder und Jugendliche daher so bald wie möglich mit einer Umstellung auf Trennkost anfangen. Dann purzeln auch die Kilos.

Nehmen Sie als Eltern eine Vorbildfunktion ein

Neben einer gesünderen Essweise wäre es zweckmäßig auch die Freizeitaktivitäten mit den Kids sportlicher zu gestalten. Zum Beispiel auf dem Rad neue Gegenden erkunden. Mit eingepackten Schnittchen, Obst und Getränken picknicken, macht auf jeden Fall Spaß. Vergessen Sie nicht einen Ball und die Federballschläger mitzunehmen. Bewegung darf nicht als Last, sondern sollte als Bereicherung empfunden werden. Für unterwegs gilt: Statt einem großen Eisbecher mit Sahne besser nur zwei Kugeln in einem Hörnchen kaufen.

Auch schlanke Kinder mögen Trennkost

Auch für normalgewichtige Kinder ist die Trennkost bestens geeignet. Mit der Trennkost nehmen sie vollwertige, naturbelassene Lebensmittel und damit alle notwendigen Vitamine und Mineralstoffe zu sich. Allerdings muss man darauf achten, dass Kids sich nicht ausschließlich mit Lebensmitteln aus der Eiweißgruppe ernähren, weil sie sowieso viel lieber Würstchen als Kartoffeln essen. Besonders Vollkornprodukte, die in der Trennkost bevorzugt werden, sind mit ihren Ballaststoffen wahre Powerpakete: Voller gesunder Inhaltsstoffe sättigen sie lang anhaltend ohne zu belasten. Der Blutzuckerspiegel steigt nur langsam an und bleibt länger stabil, so gibt es keinen Konzentrationsabfall. Daher sind z.B. Müsli mit Joghurt und leckere Vollkornbrote ein guter Start in den Tag. Gut verpackt, sind sie auch der geeignete Pausensnack.

Kompromissbereite Essvorschläge für Kinder und Jugendliche

Frühstück:

Verschiedene Brot- oder Brötchensorten, wenn möglich vollwertig, bunt belegt mit Wurst oder Käse.

Hin und wieder kann es auch ein Schokoladen- bzw. süßer Nussaufstrich oder Marmelade sein.

Verschiedene Müslis, angereichert mit Nüssen, Rosinen, Honig und gesäuerten Milchprodukten oder Sojamilch.

Wenn Ihr Kind Kefir, Buttermilch und ähnliche Produkte kategorisch ablehnt, geben Sie auf das Müsli die gewünschte Milch.

Pausensnack am Vormittag:

Kinder und Jugendliche haben einen höheren Energiebedarf, darum können sie nach Belieben in der Pause nochmals eine doppelte Stulle gut vertragen. Zum Garnieren eignen sich Salatblätter, dünne Gurken- Möhren-, Radieschen- oder Tomatenscheiben. Auch Obst, in allen Varianten, gewährleisten eine gute Vitaminzufuhr. Ebenso wichtig sind Milchprodukte.

Mittagessen:

Kinder mögen Rahmsaucen, Pizza, Pommes, Kartoffelpüree, Kartoffelpuffer mit Apfelbrei, Spaghetti Bolognese, Frikadellen, Quark, Reis- oder Grießbrei mit Äpfeln und Nüssen. Oftmals akzeptieren sie auch pürierte Gemüsesuppen, püriertes Gemüse in kräftigen Farben und selbstgeschnitzte Möhren und Kartoffeln.

Nicht alle genannten Speisen sind trennkostgerecht. Doch auch hier sollten Sie ab und zu beide Augen zudrücken und diese nicht ganz harmonischen Kombinationen gewähren.

Ideal wäre natürlich entweder eine eiweiß- oder eine kohlenhydratreiche Mahlzeit.

Wenn Ihre Kinder zu den Gemüse- und Salatmuffel gehören, nutzt der erhobene Zeigefinger und der Hinweis auf spätere Erkrankungen gar nichts. Besser ist sie auszutricksen. Bei den Mittag- bzw. Abendessen bieten Sie Gemüse oder Salat gar nicht erst an. Schneiden Sie dafür aber für zwischendurch Gurken, Möhren, Kohlrabi oder andere Rohkost in feine Stifte auf. Sie werden überrascht sein, wie schnell solche Teller leer sind. Auch Obst, in kleine Würfel geschnitten, kommt bei jung und alt immer gut an.

Der süße Snack am Nachmittag:

Verlorene Energien kehren nach dem Genuss einer reifen Banane, saftigen Früchte der Saison oder Haferflocken mit Nüssen und Rosinen, schnell zurück. Auch ein Müsliriegel oder Joghurt mit Honig und Zimt sind willkommene und wohlschmeckende Energiespender

Abendessen:

Am Abend ein leichter kohlenhydratreicher Imbiss fördert das Schlafhormon „Melatonin“, erleichtert das Einschlafen und sorgt für einen guten, regelmäßigen Schlaf. Bausteine für „Melatonin“ liefern Vollkornprodukte, Kartoffeln, Nudel, Naturreis, Bananen, Datteln, Feigen, Gemüse und Nüsse. Schwer verdauliche Eiweißmahlzeiten sind am Abend bei Kindern fehl am Platz.

In meinem Buch: „Das neue große Buch der Trennkost“ TRIAS-Verlag, finden Sie im Rezeptkapitel für Kinder weitere Anregungen für Mittag- bzw. leichte Abendessen.